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Zwei Studien zu H1N1 Influenza-Infektionen bei Schwangeren und Wöchnerinnen bestätigen hohe Risiken für Hospitalisation und schweren Krankheitsverlauf (BMJ: 18.März 2010 und Obstetrics & Gynecology pub. April 2010)

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  • Zwei Studien zu H1N1 Influenza-Infektionen bei Schwangeren und Wöchnerinnen bestätigen hohe Risiken für Hospitalisation und schweren Krankheitsverlauf (BMJ: 18.März 2010 und Obstetrics & Gynecology pub. April 2010)


    Unabhängig voneinander bestätigen zwei kürzlich veröffentlichte Studien aus den USA und Australien, dass bei Schwangeren und Wöchnerinnen im Falle einer Infektion mit pandemischer Influenza H1N1 ein mehrfach erhöhtes Risiko für eine Hospitalisation vorliegt sowie für die Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Behandlung und einen todlichen Verlauf.



    http://www.bmj.com/cgi/content/full/340/mar18_3/c1279
    Published 18 March 2010, doi:10.1136/bmj.c1279
    Cite this as: BMJ 2010;340:c1279
    Research
    Critical illness due to 2009 A/H1N1 influenza in pregnant and postpartum women: population based cohort study
    The ANZIC Influenza Investigators and Australasian Maternity Outcomes Surveillance System
    (Seppelt, I. et al.).



    http://journals.lww.com/greenjournal...__Virus.8.aspx
    Obstetrics & Gynecology:
    April 2010 - Volume 115 - Issue 4 - pp 717-726
    doi: 10.1097/AOG.0b013e3181d57947
    Original Research
    Severity of 2009 Pandemic Influenza A (H1N1) Virus Infection in Pregnant Women
    Creanga, Andreea A. MD et al.


    Danke an Sally Furniss und tetano :

    http://www.flutrackers.com/forum/sho...ight=pregnancy
    Study - Women in the later stages of pregnancy who have swine flu have a substantially higher risk of becoming critically ill - NZ author urges vaccination

    http://www.flutrackers.com/forum/sho...d.php?t=143570
    Second Study Links Pregnancy to Severe H1N1 Flu Risk


    Über die erste der beiden Studien wurde auch im Focus berichtet:

    http://www.focus.de/gesundheit/ratge...id_491127.html

    Focus: 19.03.2010 Schweinegrippe:

    Gefahr für Schwangere bestätigt

    Der neue Grippetypus H1N1 gilt als besonders bedrohlich für werdende Mütter. Erste Studien zeigen, dass Schwangere deutlich öfter intensiv behandelt werden mussten.

    13-mal mehr schwangere Frauen als Nichtschwangere mussten infolge einer H1N1-Infektion auf Intensivstationen behandelt werden, berichten Forscher im British Medical Journal.
    Die Gruppe um Ian Seppelt von der Universität von Sydney in Australien wertete die Häufigkeiten von Einlieferungen auf Intensivstationen in der Zeit vom 1. Juni bis 31. August 2009 aus, in der die Schweinegrippe in Australien und Ozeanien grassierte. 209 Frauen im Alter von 15 bis 44 Jahren wurden im Beobachtungszeitraum mit einer bestätigten H1N1-Infektion in eine Intensivstation eingeliefert. 64 dieser Frauen waren entweder schwanger oder hatten frühestens vier Wochen vor ihrer Einlieferung ihr Kind geboren. Keine dieser Patientinnen war gegen die Schweinegrippe geimpft.

    Sterblichkeitsrate überdurchschnittlich hoch
    Die statistische Datenauswertung zeigte, dass Schwangere H1N1-Patientinnen 13-mal häufiger intensiv behandelt werden mussten als Nichtschwangere, die an der neuen Influenza erkrankt waren. …
    44 mussten an Atemhilfegeräte angeschlossen werden. Sieben der intensiv versorgten Mütter und sieben Embryos starben. Die festgestellte Sterblichkeitsrate der Mütter von elf Prozent nannte Seppelt relativ hoch im Vergleich zu Durchschnittswerten bei anderen Geburtskomplikationen.

  • #2
    Re: Zwei Studien zu H1N1 Influenza-Infektionen bei Schwangeren und Wöchnerinnen bestätigen hohe Risiken für Hospitalisation und schweren Krankheitsverlauf (BMJ: 18.März 2010 und Obstetrics & Gynecology pub. April 2010)

    Ein weiterer Bericht über 16 schwangere Frauen und eine Wöchnerin, welche während der H1N1 Pandemiesaison 2009 in New Yorker Krankenhäusern intensivmedizinisch behandelt werden mussten, wurde am 26.März 2010 im MMWR (Morbidity and Mortality Weekly Report) der CDC veröffentlicht: Zwei von ihnen starben. Tamiflu wurde zwar in allen 17 Fällen verabreicht, aber nur eine Frau erhielt die antivirale Therapie wie empfohlen innerhalb der ersten 48 h seit Symptombeginn. In den anderen Fällen wurde die antivirale Therapie erst mit einer gewissen Verspätung begonnen, bei vier Fällen sogar erst >/= 5 Tage nach Symptombeginn. 12 der 17 Frauen hatten, abgesehen von der Schwangerschaft an sich, keine anderen Risikofaktoren für schwere Komplikationen.

    Danke an ironorehopper
    http://www.flutrackers.com/forum/sho...d.php?t=143750
    Vollständiger Bericht:
    http://www.cdc.gov/mmwr/PDF/wk/mm5911.pdf

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    • #3
      Re: Zwei Studien zu H1N1 Influenza-Infektionen bei Schwangeren und Wöchnerinnen bestätigen hohe Risiken für Hospitalisation und schweren Krankheitsverlauf (BMJ: 18.März 2010 und Obstetrics & Gynecology pub. April 2010)

      Über die im BMJ veröffentlichte australische Studie (vgl. post # 1) berichtet am 08.04.2010 auch die Ärztezeitung:


      http://www.aerztezeitung.de/medizin/...gerschaft.html

      Schweinegrippe ist riskant in Spätschwangerschaft

      Risiko für Aufenthalt auf der Intensivstation ist nach der 20. Schwangerschaftswoche 13fach erhöht


      Zitat:
      (...)
      Für Schwangere ist das Risiko, mit einer H1N1-Infektion auf die Intensivstation zu kommen, 7,4fach höher als für Nicht-Schwangere und für Frauen nach der 20. SSW ist dieses Risiko sogar 13fach erhöht. Von den 59 schwangeren Frauen in der aktuellen Studie waren 49 bereits in der 20. SSW oder darüber.(...)


      Es wird aber noch auf einige zusätzliche Aspekte hingewiesen:

      Die betroffenen Frauen litten überdurchschnittlich oft an Übergewicht und auch ein vorbestehendes Asthma bronchiale scheint das Risiko eines schweren Verlaufs zu erhöhen. Gut zwei Drittel der intensivmedizinisch behandelten Frauen musste künstlich beatmet werden und auch bei den Kindern traten viele Komplikationen auf. Keine der schwerkranken Schwangeren und Wöchnerinnen war geimpft gewesen:


      Zitat:
      (...)
      Und noch etwas stellten die Forscher bei den H1N1-positiven Frauen fest, die schwanger waren oder vor kurzem ein Kind geboren hatten: 39 Prozent hatten einen BMI über 30 und 20 Prozent sogar einen BMI über 35. Und 56 Prozent der Frauen aus dieser Gruppe hatten eine Begleiterkrankung. Etwa jede dritte Frau hatte Asthma. Die meisten Frauen (69 Prozent) mussten beatmet werden, und zwar im Mittel neun Tage lang. Elf Frauen starben an der Schweinegrippe.

      Auch bei den Kindern von Frauen mit Schweinegrippe gab es viele Komplikationen: Unter den 60 Geburten nach der 20. SSW waren vier Totgeburten, und drei Kinder starben nach der Geburt. Außerdem kamen 39 Prozent der lebend geborenen Kinder zu früh zur Welt, und 57 Prozent wurden auf einer Intensivstation für Neugeborene versorgt. (...)


      Vollständiger Artikel unter:
      http://www.aerztezeitung.de/medizin/...gerschaft.html

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