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IFN-lambda in der Infektabwehr

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    Nicht jedes Interferon ist gleich
    Quelle: MHH, 27.04.2011
    ? MHH/ Pott; Stockinger; Hornef Interferone werden von Zellen nach einer Virusinfektion ausgesch?ttet und sch?tzen die umliegenden Zellen vor einer weiteren Infektion. Doch nicht jeder der Interferon-Typen sch?tzt dieselben Zellen, wie jetzt Forscher herausgefunden haben.
    Von Interferonen sind unterschiedliche Arten bekannt. Vor allem Typ I (IFN-alpha/beta) und Typ III (IFN-lambda) sind beim Schutz gegen Viren beteiligt. Unklar war bisher allerdings die spezifische biologische Bedeutung von Typ III-Interferon. In verschiedenen Infektionsmodellen unterschieden sich M?use, denen der Rezeptor f?r Typ III-Interferon fehlte nur wenig von Wildtypm?usen. Im Unterschied dazu waren M?use ohne den Rezeptor f?r Typ I-Interferon deutlich empfindlicher gegen?ber vielen Infektionen. Arbeiten von Johanna Pott und Dr. Silvia Stockinger aus der Arbeitsgruppe von Professor Dr. Mathias Hornef am Institut f?r Medizinische Mikrobiologie und Krankenhaushygiene der MHH konnten nun erstmals die biologische Bedeutung von Typ III-Interferon bei der antiviralen Wirtsabwehr identifizieren.
    Die Forscherinnen verwendeten dabei das Modell einer oralen Rotavirusinfektion bei M?usen. Rotaviren sind hochgradig ansteckende Erreger, die bei Menschen zu Erbrechen und Durchfall f?hren k?nnen. Weltweit stellen Rotaviren eine der h?ufigsten Ursachen f?r schwere Magen-Darm-Erkrankungen dar. Das Virus infiziert und sch?digt in einem ausgepr?gten Ma? die auskleidende Zellschicht, die Epithelzellen im Darm.

    Mit Hilfe unterschiedlicher Methoden wie Immunhistologie, Bestimmung der Virusausscheidung und Genexpressionsanalysen konnten Pott und Dr. Stockinger zeigen, dass das Typ III-Interferon spezifisch f?r den Schutz von Epithelzellen im Darm und damit f?r den Schutz vor einer Rotavirusinfektion zust?ndig ist. Typ I-Interferon f?hrt hingegen zur Produktion virushemmender Stoffe in Zellen des darunterliegenden (subepithelialen) Gewebes. Typ I-Interferon kann dabei nicht wirksam vor einer Rotavireninfektion sch?tzen, da diese Viren vor allem Darmepithelzellen infizieren. Die Forschungsergebnisse, die die MHH-Wissenschaftlerinnen in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Peter St?heli vom Uniklinikum Freiburg und Professor Dr. Thomas Michiels von der Universit?t Br?ssel gewonnen haben, f?hren zu einem besseren Verst?ndnis der Interferone und identifizieren Typ III-Interferon als m?gliches therapeutisches Target f?r die Behandlung bestimmter Viruserkrankungen.
    Originalpublikation:
    IFN-λ determines the intestinal epithelial antiviral host defense
    Johanna Pott et al.; PNAS, doi: 10.1073/pnas.1100552108; 2011
    Quelle: News doccheck.com
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